Projektstart: DiEMS – KI-gestütztes Energiemanagement für Elektrofahrzeuge

1. Februar 2026

EnQS startet gemeinsam mit der ANSMANN AG, dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und dem Fraunhofer ICT das Projekt DiEMS. Ziel des Projekts ist die Entwicklung eines voll vernetzten Batteriemanagementsystems (BMS) für Elektrofahrzeuge, das Reichweitenvorhersagen verbessert und die Lebensdauer von Batterien erhöht.

Das Projekt wird im Rahmen der Innovationsinitiative mFUND während der 3-jährigen Projektlaufzeit (Februar 2026 bis Januar 2029) mit insgesamt 2 Millionen Euro durch das Bundesministerium für Verkehr (BMV) gefördert.

Zur Umsetzung des Projekts stellt der assoziierte Projektpartner SOL Motors GmbH exemplarisch seine innovativen Kleinkrafträder zur Verfügung. 

Intelligente Vernetzung von Batterie- und Energiemanagement

Zu Beginn werden an den Prüfständen des KIT in Karlsruhe sowie bei ANSMANN in Assamstadt umfangreiche Daten für das Training von KI-basierten Batteriemodellen erhoben. Das eigentliche BMS wird von ANSMANN entwickelt und anschließend mit der vom KIT entwickelten Software zur Schätzung des Ladestands verknüpft.

Eine Besonderheit von DiEMS ist die enge Integration des BMS mit einem intelligenten Energiemanagementsystem. Die Fahrzeugmodelle des Fraunhofer ICT, kombiniert mit Routenplanung und weiteren Daten wie der Wetterprognose, ermöglichen eine besonders präzise Reichweitenvorhersage. EnQS sorgt dabei für die Softwarearchitektur und die Verknüpfung der verschiedenen Komponenten. Gleichzeitig wird eine benutzerfreundliche Oberfläche entwickelt, um auf individuelle Nutzerbedürfnisse einzugehen.

Die Komponenten – von der Ladestand- bis zur Reichweitenschätzung – werden zunächst in Simulationen und Testständen erprobt, bevor sie zu einem Gesamtsystem zusammengeführt werden. Zum Abschluss wird das System in ein Kleinkraftrad von SOL Motors eingebaut und unter realen Bedingungen erprobt.

Rolle von EnQS im Projekt

EnQS übernimmt im Projekt die Softwareentwicklung des Energiemanagements und vernetzt damit das BMS, die Routing-Plattform und den Nutzer. Verschiedene Betriebsstrategien reduzieren dabei z.B. die benötigte Energiemenge und verlängern die Lebensdauer der Batterie. Aus der Zusammenarbeit mit den Batteriespezialisten im Projekt entstehen für EnQS neue Erkenntnisse und zusätzliche Erfahrung in Bezug auf die Ansteuerung von Batterien, die auch über das Projekt hinaus bei der Softwareentwicklung von Heim-Energiemanagementsystemen genutzt werden können. Auch hier könnte es interessant sein, z.B. durch die Anpassung von Lade- und Entladeleistungen in Abhängigkeit von SOC und SOH die Lebensdauer der eingesetzten Energiespeicher zu verlängern.

Über den mFUND des BMV

Im Rahmen der Innovationsinitiative mFUND fördert das BMV datenbasierte Forschungs- und Entwicklungsprojekte für die digitale und vernetzte Mobilität der Zukunft. Die Projektförderung wird ergänzt durch eine aktive fachliche Vernetzung zwischen Akteuren aus Politik, Wirtschaft, Verwaltung und Forschung und durch die Bereitstellung von offenen Daten auf der Mobilithek. Weitere Informationen finden Sie unter www.mFUND.de und daten.plus.

 

 

 

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